Der Lockdown aus der Sicht des Pfarrers

Die grösste Freude vorweg: Kaum durften die 12 Frauen unserer Diakoniegruppe die BewohnerInnen im Alterszentrum Mellingen-Wohlenschwil und im Betreuten Wohnen Mellingen nicht mehr besuchen, da traten unsere Jubla-Scharen von Mellingen und Wohlenschwil/Mägenwil auf den Plan. Wie Sie bereits im Pfarrblatt lesen konnten, haben unsere Jugendlichen in den zwei Pfarreien für je zwischen 20 und 30 Personen eingekauft, sie sogar zum Arzt gefahren usw.. Und all dies ohne mein Zutun.

Das zweite Positivum: Normalerweise haben wir pro Jahr 10 Teamsitzungen und 2 Team-Katechetinnen- Sitzungen. Im Jahr 2020, dank Skype, hatten wir Videositzungen, sage und schreibe schon 9 Teamsitzungen und mit den Katechetinnen deren 6.

Hauptgrund war, dass unsere Katechetinnen über unsere Homepage mit ihren Kindern, SchülerInnen verbunden blieben.

Das machte vieles wett. Denn Gottesdienste feiern in gewohnter Weise durften wir nicht. Und das Ge- meinschaftsleben der Pfarreien intern wie untereinander war arg eingeschränkt.

So haben wir unsere Schwerpunkte im Lockdown verschoben. Die beiden Säulen, die eine Kirche ansonsten auszeichnen: Eben Liturgie, Gottesdienste und Koinonia. Gemeinschaftsleben mussten wir gezwungenermassen auf Sparflamme halten. Dafür brillierten wir in den beiden andern Stützen, die eine Kirche ausmachen. Nämlich in der Diakonie: Betreuung und Begleitung Notleidender sowie im Religionsunterricht, der Katechese.

Ich danke allen Mitarbeitenden, allen Kirchenpflegenden und sage euch allen ein liebes Vergelt ́s Gott für ́s Mittragen in einer Zeit, die uns allen unvergesslich bleibt.

Pfrarrer Walter Schärli

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