Neu im Pastoralraum – herzlich unterwegs mit Ihnen

Seit Anfang August darf ich als Priester und Seelsorger hier bei Ihnen mitarbeiten. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich Ihnen kurz vorzustellen.

Mein Name ist Rafal Mosior, ich komme aus Polen und bin römisch – katholischer Priester.

Nach der Schulzeit trat ich ins Priesterseminar ein und studierte Philosophie und Theologie. Am 3. Juni 2006 wurde ich zum Priester geweiht. Meine ersten Jahre als Priester verbrachte ich als Kaplan in Polen. Später führte mich mein Weg ins Ausland. In Innsbruck begann ich meine weiteren theologischen Studien. In dieser Zeit entstanden auch meine ersten Kontakte zu Schweizer Pfarreien und zum Bistum Basel, wo ich während Weihnachten, Ostern oder in den Sommerferien immer wieder als Aushilfspriester tätig sein durfte.

Danach setzte ich mein Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom fort und engagierte mich gleichzeitig in der Seelsorge in verschiedenen italienischen Pfarreien. Später war ich als Dozent für Dogmatik an der Päpstlichen Theologischen Fakultät auf Sardinien tätig. Gleichzeitig trug ich als verantwortlicher Seelsorger die pastorale Verantwortung für einen Pastoralraum. Diese Verbindung von theologischer Arbeit und konkreter Seelsorge habe ich als besonders bereichernd erlebt.

Anschliessend verbrachte ich fast eineinhalb Jahre in Oxford, wo ich an einem Forschungsprojekt der Universität Oxford mitwirken durfte. Auch diese Zeit hat meinen Blick erweitert und mir viele interessante Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und wissenschaftlichen Traditionen ermöglicht.

Im vergangenen Jahr durfte ich dann als Kaplan in der Pfarrei St. Franz Xaver in Münchenstein im Baselland wirken. Es war für mich eine sehr schöne und wertvolle Zeit, in der ich die besondere Realität der Kirche in der Schweiz noch einmal aus nächster Nähe kennenlernen durfte.

Und nun also Pastoralraum Region Mellingen. Ich komme mit grosser Freude und Neugier zu Ihnen. Ein neuer Pastoralraum bedeutet für einen Priester schliesslich nicht nur eine neue Adresse, neue Kirchen und wahrscheinlich sehr viele neue Schlüssel. Vor allem bedeutet er neue Menschen, neue Geschichten und neue Begegnungen. Darauf freue ich mich besonders.

Vielleicht noch ein paar Dinge, die nicht unbedingt in einer offiziellen Personalakte stehen: Ich liebe die italienische Küche. Während der Corona – Pandemie habe ich angefangen, ernsthafter zu kochen – und aus der Not wurde irgendwann eine Leidenschaft.

Auch Sport gehört zu meinem Leben. Viele Jahre habe ich aktiv Fussball gespielt, unter anderem in der polnischen Priesternationalmannschaft. Während meiner Studienzeit in Rom durfte ich sogar einmal gegen eine Mannschaft der Schweizergarde spielen. Über das Ergebnis schweige ich aus diplomatischen Gründen…

Eine weitere grosse Leidenschaft ist das Reisen. Ich entdecke gerne neue Länder, Kulturen und Menschen. Vielleicht hat mich gerade deshalb mein bisheriger Weg besonders geprägt: Je mehr unterschiedliche Orte man kennenlernt, desto deutlicher wird, wie verschieden Menschen sein können – und wie ähnlich zugleich ihre Hoffnungen, Fragen und Sehnsüchte sind.

Für meinen Dienst hier wünsche ich mir vor allem, mit Menschen unterwegs zu sein. Kirche lebt für mich dort, wo Menschen einander begegnen, miteinander glauben, suchen, feiern, lachen und manchmal auch schwierige Zeiten miteinander tragen.

Ich freue mich darauf, Sie in den kommenden Wochen und Monaten kennenzulernen – im Gottesdienst, bei Gesprächen, Festen, Sitzungen, beim Kaffee nach der Messe oder vielleicht einfach irgendwo unterwegs.

Und falls ich am Anfang noch nicht jedes Gesicht, jeden Namen und jede Kirche sofort richtig zuordnen kann, bitte ich um etwas Geduld. Ich verspreche: Ich lerne schnell. Zumindest meistens.

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit und auf viele gute Begegnungen hier im Pastoralraum Region Mellingen.

Herzlich
Ihr Rafal Mosior