Religionsunterricht

Versöhnungsweg

Das Wort “versöhnen” kommt von «Sühne» und bedeutet: “gutmachen” oder “beschwichtige”. Unser Leben wird durch positive und negative Erfahrungen geprägt. Das Gewissen hilft uns zu unterscheiden, was gut und was schlecht oder böse ist, wo wir dem Menschen, der Schöpfung oder Gott gegenüber etwas schuldig bleiben. Die Versöhnung stiftet Frieden und stellt die Gemeinschaft wieder her. Der Begriff “Versöhnung” bezieht sich auch auf die Beziehung zu Gott. Durch die Schuld (schuldig bleiben) entfernt sich der Mensch von Gott. Die Versöhnung, das Wiedergutmachen, ist ein Angebot vom Menschen an Gott. Gottes Barmherzigkeit ist so gross, er nimmt uns an, so wie wir sind.

Roter Faden mit Perlen

Während des Schuljahres werden die Kinder der 4. Klasse lebensnah mit der Botschaft von Gottes- und Nächstenliebe vertraut gemacht. Über die Lebenskreise von Familie, Schule, Freizeit, Schöpfung und Beziehung zu Gott versuchen sie ihre Stärken und Schwächen herauszufinden. Zu den einzelnen Unterrichtseinheiten dürfen die Kinder jeweils eine „Perle“ auf einen roten Faden auffädeln, denn wie ein roter Faden geht Gott mit uns durch unser Leben.

Postenlauf mit Begleitperson

Im Juni machen sich die Kinder dann mit einer Person, die ihnen sehr vertraut ist, auf den Versöhnungsweg. Ein Postenlauf durch die Kirche lädt die Kinder mit ihrer Begleitperson ein, auf vielfältige, anschauliche Art und Weise über das Leben zu philosophieren. Sie überlegen, wo sie sich selber, den Mitmenschen, der Schöpfung und Gott gegenüber etwas schuldig geblieben sind und wie das wieder gut gemacht werden kann. In der Sakristei findet ein Gespräch mit Herr Pfarrer Schärli statt. Alles, was die Kinder als Ballast empfinden, dürfen sie nun abladen.

Mit der letzten «Perle» vollenden die Kinder ihre Versöhnungskette und nehmen sie zur Erinnerung und als Andenken mit nach Hause. Mit dem Gottesdienst am folgenden Sonntag findet der Versöhnungsweg einen würdigen Abschluss.

Beatrice Rüssli-Schönbucher, Katechetin

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Leitbild und Ziele

Die vielfältigen Lebensweisen der Menschen verlangen ein weites und differenziertes